Wo sind die echten Eurofighter "Top-Profiteure"?

Wien, 19. Mai 2006 (SK) - "Wenn ÖVP-Abgeordneter Murauer die Firma MAN Steyr als
einen 'Top-Profiteur' der Eurofighter-Gegengeschäfte bezeichnet und
die Kampfflieger als 'wichtigen Impuls' für die Region Steyr
bejubelt, dann merkt man, dass er von der realen Situation am
Arbeitsmarkt in Steyr keine Ahnung hat. Abgesehen davon sitzen die
'Top-Profiteure' anderswo", kommentierte der Steyrer SPÖ-Abgeordnete
Kurt Gartlehner die polemischen Angriffe des ÖVP-Politikers vom
Donnerstag. ****

Die Arbeitslosigkeit in Steyr sei mit 2.655 gemeldeten
Arbeitslosen katastrophal, im Vergleich zum Vorjahr sei sie im April
noch um 7,2 Prozent gestiegen. "Bei solchen Zahlen den Bürgerinnen
und Bürgern einreden zu wollen, dass sie von der
Geldverschwendungsaktion Eurofighterkauf profitieren, ist Zynismus
pur. Im April 2005 versprach Schüssel im Parlament 300 Arbeitsplätze
bei MAN in Steyr, davon kann keine Rede sein", so Gartlehner Freitag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Zur SPÖ-Kritik am seltsamen Kaufvertrag falle Murauer nicht mehr
ein als ein geringschätziges "Abfangjäger-Theater". "Ich denke diese
Formulierung zeigt, was die ÖVP und Murauer von der Kontrolle durch
das Parlament halten. Nach der gestrigen Sondersitzung stellt sich
mir noch deutlicher die Frage nach den echten 'Top-Profiteuren' des
Eurofighter-Geschäfts. Die Betriebe in Steyr, die Region oder gar die
arbeitende Bevölkerung sind es mit Sicherheit nicht", stellte
Gartlehner abschließend fest. (Schluss)